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Rassestandard 1977


 

Standard des Deutschen


International gültig, d. h. von der FCI anerkannt, ist der Standard des Vereins für Deutsche Spitze in folgender Form:

Deutsche Spitze, Nachkommen des steinzeitlichen Torfhundes, Canis familiaris palustris Rütimeyer und der späteren Pfahlbau-spitze, von Generationen erfahrener Züchter durch zielbewußte, auf den Gesetzen der Vererbung aufgebaute, planmäßige Rein-und Hochzucht ständig urverbunden veredelt, weisen die folgenden besonderen Rassekennzeichen auf:


I. ALLGEMEINE ERSCHEINUNG

Spitze bestechen durch ein schönes Haarkleid, das reichliche Unterwolle abstehend macht. Um den Hals legt sich ein starker, mähnenartiger Kragen. Der fuchsähnliche Kopf mit den flinken, klugen Augen, die spitzen kleinen engstehenden Ohren und die kühn über den Rücken gebogene, buschig behaarte Rute verleihen dem Spitz die ihm eigene charakteristische Keckheit. Sein steter Argwohn gegen alles Fremde, verbunden mit seiner unbestechlichen Treue, sowie seine völlige Uninteressiertheit am Herumstrolchen und Wildern, gepaart mit seiner sprich-wörtlichen Wachsamkeit, machen den Deutschen Spitz, wie keinen anderen Hund, zum Favoriten für Haus, Hof, Heim und Herz.

II. SPEZIELLE MERKMALE


a) Behaarung:

Gesicht, Ohren, Vorder-, Hinterläufe und Pfoten sind kurz und dicht, der übrige Körper ist reich und lang behaart. Das Eigentümliche des Spitzhaares besteht darin, daß es namentlich am Halse und an den Schultern ringsum gerade und locker vorn Körper absteht, ohne gewellt, gekräuselt oder zottig zu erscheinen; auch auf dem Rücken scheitelt sich das Haar nicht, sondern breitet sich locker anliegend nach allen Seiten aus. Die größte Länge erreicht das Haar unter dem Halse und an der Rute. Die Hinterseiten der Läufe tragen eine stark ausgebildete, nach unten allmählich verlaufende Feder, die an den Vorderläufen von den Ellbogen bis zu den Vorderfußwurzelgelenken und an den Hinterläufen nicht ganz bis zu den Sprunggelenken hinabreicht.


b) Der Kopf:

Der mittelgroße Spitzkopf erscheint von oben gesehen hinten am breitesten und verschmälert sich keilförmig bis zur Nasenspitze. Von der Seite gesehen läßt er einen mäßigen Stirnabsatz erkennen. Der Fang ist nicht zu lang und steht im proportional gefälligem Verhältnis zum Oberkopf und der Stirnlänge. Die Nasenkuppe ist rund und klein; etwas Ramsnase ist erwünscht. Die Nasenfarbe ist reinschwarz bei allen Farbschlägen. Bei braunen Spitzen dunkelbraun. Die Lefzen nicht überfallend und keine Falten zum Lefzenwinkel bildend. Die Farbe der Lefzen und der Augenränder ist bei weißen Spitzen schwarz, durchgefärbt bei den anderen Farb-schlägen; bei braunen Spitzen sind Augenränder und Lefzen braun. Die Spitzohren sind klein und dicht aneinander gestellt — je näher, umso besser — dreieckig zugespitzt, hoch angesetzt und werden immer aufrecht mit steifer Spitze getragen. Die Augen sind mittelgroß, länglich geformt, etwas schräg gestellt, von dunkler Farbe.


c) Hals und Rumpf:

Hals mittellang, Rücken so kurz wie möglich, völlig gerade, aber vorne höher als hinten. Brust vorne tief, der Rippenkorb gewölbt und der Bauch nach hinten mäßig aufgezogen.


d) Die Rute:

Mittellang, hoch angesetzt, gleich an der Wurzel aufwärts und nach vorne über den Rücken gebogen, dann seitlich nach rechts oder links gerichtet und kreisförmig gerollt, fest auf dem Rücken aufliegend oder direkt auf dem Rücken gerollt.


e) Die Gliedmaßen:

Mittellang, im Verhältnis zum Rumpf stämmig und völlig gerade, die hinteren in den Sprunggelenken wenig gebogen.


f) Die Pfoten:

So klein wie möglich, rundlich zugespitzt mit gewölbten Zehen, sogenannten Katzenpfoten. Diese Rassekennzeichen gelten für alle Varietäten der Rasse .

Der Deutsche Spitz wird gezüchtet als Wolfsspitz; als Großspitz; Mittelspitz; Kleinspitz und Zwergspitz in den ver-schiedenen Farbschlägen.

III GRÖSSE

1. Wolfsspitz von 45 cm bis 55 cm Widerristhöhe (bis 60 cm Widerristhöhe zugelassen, doch darf die Gesamterscheinung nicht darunter leiden) 2. Großspitz von 40 cm bis 50 cm Widerristhöhe 3. Mittelspitz von 29 cm bis 36 cm Widerristhöhe (ideale Größe bei 32 cm Widerristhöhe) 4. Kleinspitz von 23 cm bis 28 cm Widerristhöhe 5. Zwergspitz bis 22 cm Widerristhöhe (jede Größe darunter zulässig, doch darf die Gesamterscheinung und Gesundheit darunter nicht leiden)

IV. FARBE

1. Wolfsspitz — graugewolkter Spitz —Wolfsgrau — graugewolkt —, das ist ein Silbergrau mit schwärzlichem Anflug der einzelnen Haarspitzen; an der Schnauze, in der Umgebung der Augen, an den Läufen, am Bauche und an der Rute heller gefärbt 2. Großspitz a) schwarz, b) weiß, c) braun 3. Mittelspitz a) schwarz, b) weiß, c) braun, d) orange, e) graugewolkt (wolfsfarben) 4. Kleinspitz a) schwarz, b) weiß, c) braun, d) orange, e) graugewolkt (wolfsfarben) 5. Zwergspitz a) schwarz, b) weiß, c) braun, d) orange, e) graugewolkt (wolfsfarben), f) andersfarbig (unter diese Bezeichnung fallen: blau, creme, biberfarben und Schecken. Schecken müssen eine weiße Grundfarbe haben. Die schwarzen, braunen, grauen oder orangenen Farbflecken müssen über den ganzen Körper verteilt sein) Schwarzer Spitz Bei der Behaarung des schwarzen Spitzes muß auch das Unterhaar ebenso wie die Haut dunkel gefärbt und die Farbe auf der Oberfläche ein Blauschwarz ohne jedes Weiß oder sonstiges Abzeichen sein.

Weißer Spitz Das Haar soll reinweiß sein, ohne jeden, insbesondere gelb-lichen Anflug, welcher namentlich an den Ohren häufiger auftritt.

Brauner Spitz Der braune Spitz soll gleichmäßig einfarbig dunkelbraun sein.

Oranger Spitz Der orangefarbene Spitz soll gleichmäßig einfarbig in der mittleren Farblage der RAL (intern, Farbskala-Register) sein.

V. FEHLER

Als Fehler sind bei Spitzen zu betrachten: Flacher Kopf, ebenso Apfelkopf, zu große und zu helle Augen, Quellaugen, Entropium. Zu lange Ohren, zu breit gestellte Ohren, Kippohren, fleischfarbige Nase, Augenlider und Lefzen. Eine nicht fest auf dem Rücken liegende Rute, oder zu kurze Rute. Welliges oder gescheiteltes Haar. Beim Wolfsspitz zu dunkle Gesichtsmaske oder weiße Flecken. Bei orangefarbenen Spitzen weiße Hose und Rute. Gebäude oder Gangfehler. Bei Wolfs-, Groß- und Mittelspitzen Prämolarfehler. Selbstverständlich bei allen Größen- und Farbschlägen auch Vor- oder Überbeißer, Einhodigkeit oder Hodenlosigkeit.


 

Quelle:

Der Deutsche Spitz - Verlag: Otto Meisners - ISBN: 3-87527-086-X - Verein f. Deutsche Spitze e.V.

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